Aktuell warnt die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt vor einer neuen Betrugsmasche mit gefälschten Inkassoschreiben. Die betrügerischen Schreiben geben sich als Mahnungen des Inkassodienstleisters "Inkasso Mildau" aus und fordern Beträge in Höhe von 6.500 Euro oder mehr ein. Die Täter nutzen eine perfide Strategie: Sie kopieren Daten aus dem Impressum des echten Unternehmens, um ihre Fälschungen authentisch wirken zu lassen.
So funktioniert die Masche
Die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt warnt vor gefälschten Inkassoschreiben, die im Namen des tatsächlich existierenden Unternehmens "Inkasso Mildau" verschickt werden. In einem bekannt gewordenen Fall werden 6500 Euro gefordert. Die Schreiben sollen möglichst glaubwürdig erscheinen. Dafür verwenden die mutmaßlichen Betrüger offenbar Angaben aus dem Impressum des echten Inkassodienstleisters. Name, Anschrift und weitere Unternehmensinformationen können deshalb auf den ersten Blick stimmen.
Der entscheidende Unterschied liegt jedoch in den Kontaktdaten. Die angegebenen Kontaktmöglichkeiten weichen allerdings von den tatsächlichen Unternehmensdaten ab.
Warnsignale erkennen
Neben der außergewöhnlich hohen Forderung fallen laut Verbraucherzentrale insbesondere die unklaren Angaben zum angeblichen Zahlungsanspruch auf. Für die Empfänger ist nicht nachvollziehbar, wie die Forderung zustande gekommen sein soll.
Typische Merkmale gefälschter Inkassoschreiben sind außerdem:
- Ungerechtfertigt hohe Forderungsbeträge ohne Begründung
- Abweichende Kontaktdaten vom echten Unternehmen
- Unlogische oder fehlende Angaben zu den Gründen der Forderung
- Druck durch sehr kurze Zahlungsfristen
- Drohungen mit Zwangsvollstreckung oder rechtlichen Konsequenzen
Das sollten Sie tun
Wenn Sie ein verdächtiges Inkassoschreiben erhalten, sollten Sie folgende Schritte einleiten:
- Nicht zahlen: Leisten Sie auf keinen Fall eine Zahlung, wenn Sie den Grund der Forderung nicht nachvollziehen können.
- Unabhängig prüfen: Recherchieren Sie die Kontaktdaten des genannten Inkassounternehmens eigenständig und nicht über die Angaben im Schreiben.
- Schriftlich widersprechen: Teilen Sie dem vermeintlichen Absender schriftlich mit, dass Sie die Forderung nicht anerkennen.
- Polizei benachrichtigen: Erstatten Sie Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizei.
- Verbraucherzentrale kontaktieren: Die Verbraucherzentrale kann Sie bei der Einschätzung unterstützen.
Verdächtige Rechnungen können Sie auch direkt mit unserem KI-Tool auf Fälschungsmerkmale überprüfen und so schnell Gewissheit erlangen, ob es sich um einen Betrug handelt.
Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen
Die steigenden Betrugsmaschen zeigen, wie wichtig es ist, bei Rechnungen und Mahnungen wachsam zu bleiben. Kontrollieren Sie auch die angegebene Bankverbindung: So deutet zum Beispiel bei Rechnungen deutscher Behörden eine ausländische IBAN auf einen Betrugsversuch hin. Sie können unter www.iban-rechner.de prüfen, aus welchem Land die IBAN kommt.
Besonders wichtig: Behörden und legitime Unternehmen kontaktieren Sie immer selbstständig über offizielle Kanäle – nutzen Sie niemals die Kontaktdaten aus dem verdächtigen Schreiben.
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