Eine bundesweite Betrugsmasche dominiert derzeit die Warnlisten deutscher Verbraucherschutzorganisationen: In den vergangenen Wochen verzeichnen Online-Dienste wie Astrolonova, Fitnovaness, Bongo-Chat oder Novavitalia einen auffälligen Anstieg an Zahlungsaufforderungen für angeblich gebuchte Abonnements. Die Betroffenen haben diese Verträge nie abgeschlossen – es handelt sich um reine Erfindungen der Betrüger.
Millionen-Euro Betrug mit Druckmitteln
Betroffene sehen sich überraschend mit Rechnungen konfrontiert, die teils mehrere hundert Euro für Jahresverträge, Ernährungsberatungen oder KI-Assistenzsysteme fordern. Hinter den unterschiedlichen Portalen steht ausnahmslos das Unternehmen Margot Brands Limited mit Sitz in Hongkong. Der Gesamtschaden dürfte bereits im dreistelligen Millionenbereich liegen, da die Betrugswelle seit Monaten anhält und täglich weitere Betroffene hinzukommen.
Das besonders Perfide an dieser Masche: Durch hohen Zahlungsdruck und angedrohte Inkasso-Gebühren sowie Schufa-Einträge sollen Verbraucher zu voreiligen Überweisungen gedrängt werden. Die Schreiben sehen täuschend echt aus und nutzen Angst als Waffe. Viele verunsicherte Empfänger zahlen aus Sorge vor Kreditschäden, obwohl diese Drohungen legal haltlos sind.
Reaktionen von Behörden und Verbraucherzentralen
Die Verbraucherzentralen mehrerer Bundesländer – darunter Baden-Württemberg und Sachsen – haben Warnungen veröffentlicht. In der Beratungsstelle Krefeld treffen derzeit zahlreiche Anfragen verunsicherter Bürger ein, die solche Forderungen erhalten haben, berichtet die Verbraucherzentrale NRW. Die Reaktion der Behörden zeigt, dass die Problematik erkannt ist, doch die betroffenen Bürger benötigen schnelle Informationen, um nicht in die Falle zu tappen.
Wie Sie sich schützen können
Zuerst: Zahlen Sie nicht! Mahnungen, die mit der Einschaltung von Inkassobüros, zusätzlichen Bearbeitungsgebühren oder negativen Eintragsmeldungen bei Wirtschaftsauskunfteien drohen, entbehren bei unberechtigten Forderungen der rechtlichen Grundlage. Das ist ein wichtiger Punkt – viele Betroffene verstehen nicht, dass diese rechtlichen Drohungen bei nicht erbrachten Leistungen gar nicht durchsetzbar sind.
Verdächtige Rechnungen sollten Sie einer kritischen Prüfung unterziehen, bevor Sie tätig werden. Überprüfen Sie unbekannte Absender, schauen Sie sich IBAN und Kontodaten genau an, und rufen Sie im Zweifelsfall den vermeintlichen Rechnungssteller direkt an. Bei aktuellen Fällen dieser Betrugsmachen können Sie unsere kostenlosen KI-Rechnungsprüfungs-Tools einsetzen, um die Echtheit verdächtiger Dokumente zu prüfen.
Richtig reagieren bei Betrugsversuchen
Alle Rechnungen, Mahnungen und sonstigen Schreiben sollten als Nachweis sorgfältig dokumentiert werden. Informieren Sie zudem die Polizei über den Betrugsversuch. Die Meldungen bei Behörden helfen dabei, das Ausmaß der Betrugsmasche zu dokumentieren und weitere Warnungen auszusprechen.
Die Verbraucherzentralen bieten telefonische und persönliche Beratung an, falls Sie unsicher sind oder bereits betroffen sind. Eine schnelle Reaktion – nicht mit einer Zahlung, sondern mit einer Meldung – ist der beste Weg, sich und andere zu schützen.
Unsicher bei einer konkreten Rechnung? Lass sie in Sekunden von unserer KI prüfen.
🔍 Jetzt Rechnung prüfen