Seit Anfang August verbreitet sich eine neue, großangelegte Betrugswelle in Deutschland, die gezielt Autofahrer ins Visier nimmt. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt vor gefälschten E-Mails mit dem offiziellen klingenden Betreff "Wichtige Verwaltungsmitteilung Deutschland", in denen Kriminelle vorgeben, im Auftrag eines Bundesportals zu handeln.

So funktioniert die Betrugsmasche

In den Nachrichten wird behauptet, dass eine Bußgeldforderung wegen eines angeblichen Geschwindigkeitsverstoßes und ignorierter Mahnungen bereits angestiegen sei. Um das angebliche Geld einzufordern, verlinken die Betrüger auf gefälschte Websites. Die E-Mails wirken auf den ersten Blick sehr überzeugend und nutzen amtliche Formulierungen sowie die Angst vor hohen Geldstrafen.

Woran Sie die Fälschung erkennen

Deutsche Behörden verschicken Bußgeldbescheide niemals per E-Mail, sondern ausschließlich per Post. Dies ist das wichtigste Erkennungsmerkmal: Echte Bußgeldbescheide kommen immer mit der normalen Post, nicht digital. Seien Sie daher sofort misstrauisch, wenn Sie Bußgeldmitteilungen per E-Mail erhalten.

Ein weiterer Hinweis auf Fälschungen ist der Umstand, dass die Betrüger zu schnellen Zahlungen über Links auffordern. Seriöse Behörden setzen solche Druckmittel nicht ein. Falls Sie einen solchen Brief erhalten, überprüfen Sie zunächst direkt beim zuständigen Bußgeldverfahren oder bei der Behörde, indem Sie die offizielle Telefonnummer oder Website aus dem Telefonbuch oder über einen Suchmaschinen-Check finden – nicht über Links in der verdächtigen E-Mail.

So reagieren Sie richtig

Die Täter versuchen dabei gezielt, die Unsicherheit von Verkehrsteilnehmern auszunutzen. Lassen Sie sich davon nicht einschüchtern. Wenn Sie ein verdächtiges Schreiben erhalten:

Solche verdächtigen Rechnungen und Zahlungsaufforderungen lassen sich gezielt mit speziellen Tools auf ihre Echtheit überprüfen – auch unser Analysetool kann Ihnen helfen, gefälschte Schreiben zu erkennen und zu prüfen.

Werden Bußgeldbescheide wirklich nie per E-Mail verschickt?
Korrekt. Deutsche Behörden versenden Bußgeldbescheide ausschließlich postalisch, niemals per E-Mail. Dies ist ein sicheres Erkennungsmerkmal für Fälschungen.
Was soll ich tun, wenn ich so eine E-Mail erhalten habe?
Löschen Sie die E-Mail und klicken Sie nicht auf Links. Melden Sie den Betrug bei der Polizei und erstatten Sie eine Anzeige. Die meisten Bundesländer bieten dafür Online-Formulare an.
Verliere ich Punkte oder muss ich zahlen, wenn ich nicht antworte?
Nein. Eine Fake-Rechnung hat keine rechtliche Grundlage. Wenn Sie wirklich einen Verstoß begangen hätten, würde Sie die echte Behörde postalisch kontaktieren – und zwar mit einem verifizierbaren Bescheid.

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